Über Aufbruch, Sehnsucht und die Kraft das eigene Leben zu gestalten – egal, in welchem Kapitel du gerade stehst.
Manchmal beginnt Mut nicht mit einem großen Plan, sondern mit der leisen Stimme, die dir zuflüstert: Es könnte auch anders sein.
Vielleicht kennst du das: Da sind die Kinder, die dich brauchen. Die Eltern, die es plötzlich auch tun. Ein Alltag, der so voll ist mit dem Leben anderer, dass für deins kaum Platz bleibt.
Und dann ist da noch unsere weibliche Sozialisierung – die uns geradezu dazu erzogen hat, gegen unsere eigenen Träume zu kämpfen. Wir haben gelernt, dass wir nicht zu viel wollen dürfen. Dass wer hochfliegt, tief fällt. Dass Zufriedenheit bedeutet, sich mit dem abzufinden, was ist.
Lange habe ich das geglaubt. Heute nicht mehr.
Es ist Zeit, mit diesen Dogmen zu brechen, denn: Du kannst dankbar sein für das, was du hast – und dich trotzdem nach Veränderung sehnen. Mehr wollen. Du darfst sogar ein ganz neues Leben wollen. Du kannst mitten in den Herausforderungen des Alltags stecken und dich trotzdem entfalten.
Natürlich kannst du fallen, wenn du hoch fliegst. Aber bist du als Kleinkind nicht auch gefallen – und wieder aufgestanden? War es nicht genau dieses Fallen, das dich laufen gelehrt hat? Ich denke an all die Momente, in denen ich auf dem Gipfel eines Berges gestanden habe. Der Blick von oben verändert alles: Die Welt wird größer, die eigenen Sorgen kleiner. Die Perspektive ändert sich – und mit ihr manchmal das ganze Leben.
Bewegende Geschichten über Mut und Neubeginn
In meinen Romanen über Mut und Neuanfang schreibe ich über Frauen in der Lebensmitte, denen durch ein einschneidendes Ereignis unerwartet klar wird, dass ihr altes Leben ihnen zu eng geworden ist – und die sich aufmachen zu einem, das besser zu ihnen passt. Trotz aller Wachstumsschmerzen, trotz aller Herausforderungen begeben sie sich auf die aufregendste aller Reisen: die Reise zu sich selbst.
Im ersten Band meiner Taste-of-Cornwall-Reihe hatte ich einen Signierspruch, der lautet: Im Leben kommt es nicht darauf an, sich zu verändern, sondern zu erkennen, wer man wirklich ist. Zu diesem Zeitpunkt war das für mich ein schönes, mutmachendes Zitat. Kaum ein halbes Jahr später habe auch ich mich auf genau diese Reise gemacht.
Denn ich habe schon lange gespürt, dass meine Positionierung als Urlaubsromanautorin nicht mehr zu mir passt. Ich möchte weiterhin Liebesromane schreiben – aber mit existentielleren Konflikten, einem Setting, das mehr ist als ein Postkartenidyll, und Frauen wie du und ich.
Wenn die Presse über mich schreibt, heißt es, ich sei die deutsche Autorin für Liebesromane mit Fernweh-Garantie und Wohlfühlversprechen. So richtig hat mir diese Bezeichnung noch nie gefallen. Trotz aller Leichtigkeit, allem Humor und den wunderschönen Sehnsuchtsorten haben meine Geschichten immer auch Tiefgang gehabt. Das steckt in dieser Beschreibung nicht drin.
Ich schreibe jetzt Liebesromane über Mut und Neubeginn an Sehnsuchtsorten. Geschichten, die Hoffnung machen und zeigen: Du bist nicht allein.
Noch ist vieles unsicher. Denn neue Wege – selbst wenn sie nur ein bisschen vom Hauptpfad abweichen – sind immer mit einem Risiko verbunden. Aber hey: Ich werde dieses Jahr 50. Und der Zauber der Lebensmitte ist, dass es noch nicht zu spät ist, sein Leben zu ändern – aber spät genug, um zu wissen, dass du es JETZT wirklich willst.
Willowdale-on-Lake im Lake District – ein Sehnsuchtsort, der berührt und mehr heilt als Rückenschmerzen
Meine neue Reihe spielt in Willowdale-on-Lake. Die Kleinstadt liegt in einem entlegenen Winkel des Lake Districts, einer von Dichtern – und Taylor Swift – hymnisch besungenen Seenlandschaft im Norden Englands. Sandsteinhäuser und Kopfsteinpflaster erzählen von besseren Zeiten, als Wollhandel und Bootswerft den Ort trugen. Heute stehen viele Läden leer. Doch mitten im historischen Kern wartet eine alte Apotheke darauf, wieder zu etwas zu werden, das weit mehr heilt als nur Rückenschmerzen.
Willowdale-on-Lake erzählt von Menschen, die genau hier Mut für einen Neuanfang finden – mit wiederkehrenden Figuren und einem Ort, der sich durch Worte heilt.
Die mutigen Frauen in meinen Geschichten
Sie sind keine Superheldinnen. Sie zweifeln, sie zögern, sie machen Fehler – und sind manchmal anfangs nicht einmal besonders sympathisch. Genau das macht sie so fesselnd. Ich schreibe über verletzliche Frauen, die vielschichtig und zutiefst menschlich sind: Frauen, die unerwartet an einen Punkt geraten, an dem ihr altes Leben nicht mehr passt. Die manchmal am liebsten fliehen würden. Die einen Verlust erlitten haben. Die Trauer kennen – und sich nach Heilungsehnen. Und die trotzdem diese leise, hartnäckige Hoffnung in sich tragen, dass noch etwas auf sie wartet.
Ich schreibe über die Liebe. Aber keine Liebesgeschichte, in denen ein geheimnisvoller, unglaublich attraktiver Mann als Retter auftaucht und dafür sorgt, dass sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich ist. Keine Geschichten, in denen Liebe vollständig macht oder heilt – so wie es in der Frauenliteratur leider immer noch hin und wieder vorgelebt wird.
Erst durch Heilung wird Liebe möglich. Erst wenn du weißt, wer du bist – was du willst, was du nicht mehr willst, was du verdienst – kannst du jemanden finden, der wirklich zu dir passt. Nicht zu dem Menschen, der du einmal warst. Sondern zu dem, der du geworden bist.
Liebe auf Augenhöhe. Das ist es, worum es in meinen Büchern geht. Und darum, wie Beziehungen gelingen können – nicht als Versprechen, sondern als tägliche Entscheidung zweier Menschen, die sich selbst kennen und akzeptieren.
Und es geht in meinen Romanen um Freundschaft. Um Frauen, die sich gegenseitig halten, unbequeme Wahrheiten aussprechen, schweigen wenn nötig, Geheimnisse miteinander teilen und da sind, wenn es zählt. Denn Freundschaft ist nicht selten die langlebigere Partnerschaft. Die, die bleibt, wenn sich alles andere verändert.
Eine dieser mutigen Frauen ist Mabel, eine faszinierende Persönlichkeit: Mabel hat zwei künstliche Hüftgelenke, eine neue Herzklappe und nimmt mehr als zehn Tabletten täglich. Statistisch gesehen sollte sie längst tot sein, aber Statistiken hat Mabel noch nie Glauben geschenkt. Außerdem gibt es noch so viel zu erledigen.
Mabels Geschichte ist der emotionale Auftakt meiner Willowdale-on-Lake-Reihe. Sie gibt Einblick in meine neue Welt, zeigt, dass ein Neuanfang in jedem Alter möglich ist – und kündigt vielleicht dein neues Lieblingsbuch an.
→ [Lerne Mabel kennen und hol dir deinen Einstieg in meine neue Reihenwelt kostenlos]
Warum ich Bücher mit dem Thema Neuanfang so liebe?
Für mich sind diese Geschichten eine sehr bewegende Lektüre. Denn sie sind Wegweiser. Hoffnungsbringer. Trostspender. Mutmacher.
Sie erzählen von Frauen wie du und ich, die mutig genug sind, sich selbst nicht aufzugeben und einen Neustart zu wagen, um ein Leben zu finden, das wirklich zu ihnen passt.
Sie machen sichtbar, was schon in uns wartet.
Und sie erinnern mich daran, dass Selbstfindung kein gerader Weg ist – sondern einer voller Wachstumsschmerzen, Ängste und Herausforderungen. Und dass sich jeder einzelne Schritt trotzdem lohnt.
Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich, dass ich mich getraut habe, festgetretene Pfade zu verlassen, und es fühlt sich spürbar richtig an. Ich genieße jede Etappe und fiebere dem entgegen, was noch kommt.
Ob dieser Weg erfolgreich sein wird? Das weiß ich nicht – jedenfalls nicht, wenn ich Erfolg in Zahlen messe. Aber ich möchte nicht zurückblicken und mir sagen müssen: Ich bin nicht losgegangen.
